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Mit Klaus-Peter Wolf auf Krimitour in Norden

von Heiko
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Heimat neu entdecken, Inspiration finden

Mit Klaus-Peter Wolf auf Krimitour in Norden

 

Ein paar Worte vorweg

Vielleicht kennst du das auch: Manchmal wird man einfach von der Menge an Bildern, die in den sozialen Netzwerken veröffentlicht werden fast erschlagen. Epische Landschaften, tolle Inszenierungen, spannende Ort, schneebedeckte Gipfel und Wälder…all das, was man selber NICHT vor der Haustür hat. Ein ziemlich milder Winter in Norddeutschland und einfach nur plattes Land, wie soll ich solche Fotos machen?

Versuchen an diese Orte zu kommen, mit Glück die idealen Bedingungen, für DAS Bild?! Nein, das klappt nicht. Fotografie ist für mich das Festhalten von besonderen Momenten, Augenblicken. Ich kann nicht einfach nochmal 600 Kilometer fahren, wenn es an dem einen Tag nicht geklappt hat. Zumindest nicht, wenn ich das neben meinem Vollzeit-Beruf versuche.

Der Denkanstoß

In dem Augenblick bin ich auf das Buch “Die Seele der Kamera” von David duChemin gestoßen.  Fast schon eine philosophische Betrachtung der Fotografie. Aber das Buch hat mich mit den ersten wenigen Worten gepackt:

“Mit zunehmender Anzahl der weltweit täglich fotografierten und geteilten Bilder nimmt auch das Rauschen zu […] die Antwort kann also nicht in noch mehr Fotos und damit noch mehr Rauschen liegen. […] also aus Fotos, die Verbindungen herstellen, die sich von banalen, nur auf sich selbst bezogenen Selfies abheben […] mehr Menschlichkeit, mehr Seele”

Mit dem Einstieg und der Feststellung, dass das Sehen wichtiger ist, als einfach nur ein Duplikat anderer Fotografen zu erzeugen, habe ich das Buch in kürzester Zeit durchgelesen.

Im Kapitel “Improvisation” trifft David duChemin genau meinen Konflikt:

Mit dem zu arbeiten, was man vorfindet und sich von dessen Energie leiten zu lassen, statt gegen sie zu arbeiten, ist elementarer Bestandteil kreativer Improvisation.

Diese Aussage hat mich zum Nachdenken gebracht und ich habe mich gefragt, “Was ist das Besondere, das unzählige Besucher immer wieder an die Küste lockt, warum kommen Menschen hier her?!”

Wenn man sich diese Frage stellt, statt zu bedauern, dass man eben nicht diese epischen Landschaften vorfindet, entwickelt sich etwas.

Erneut im Buchladen habe mir also einfach einen Reiseführer für “meine Heimat” gekauft. Ostfriesische Inseln & Nordseeküste. Doch damit nicht genug. Auf der Suche nach Inspiration, bin ich bei Thalia auf folgendes aufmerksam geworden:

“Thalia Premium-Event mit Klaus-Peter Wolf

Bitte was?! Eine Krimitour durch die Stadt Norden, zu den Schauplätzen aus den Ostfriesenkrimis. Okay, da mache ich einfach mal mit, ein Angebot des Thalia Premium Clubs, inklusive Mittagessen und persönlichem Treffen, für 19 Euro. Da kann man ja gar nichts falsch machen und ich schaffe es endlich mal wieder in die Heimat.

Doch was hat das jetzt mit Inspiration zu tun?

Ich habe an dieser Stadtführung mit meiner Schwester teilgenommen und wir sind auf einen unglaublich sympathischen, aufgeschlossenen, geduldigen, bodenständigen Schriftsteller getroffen, der sich sehr viel Zeit für jeden aus der Gruppe genommen hat. Die Veranstaltung hat mit einem sehr leckeren Essen im Stadthotel “Smutje” begonnen.

Bereits während des Essens spürt man die Begeisterung von Klaus-Peter Wolf für seine “neue” ostfriesische Heimat, welche sich auch auf seine Krimis überträgt…und auf einen selbst. Ich habe festgestellt, dass kaum ein Einheimischer bei diesem Event war, was mich nochmals davon überzeugt hat: “Diese Gegend muss einfach was Besonderes haben”. Dieses Gefühl hält auch im weiteren Verlauf der Stadtführung an, in der es auch immer wieder um die Gebäude und die Geschichte der Stadt Norden geht.

Was habe ich gelernt?

Die Inspiration liegt einfach in dem Perspektivwechsel. Das Alltägliche wird zur Gewohnheit und es entgehen einem bestimmte Dinge, die andere viel bewusster wahrnehmen. Seine Umwelt aus dem Blickwinkel anderer Menschen neu zu betrachten, sie zu fragen, was ihnen gefällt, hat mir deutlich diesen Konflikt abgenommen, den Drang irgendwo anders die “besseren Bilder” zu machen.

Natürlich sehe ich mir gern weiterhin die Werke anderer Fotografen an und es wäre auch falsch das nicht zu tun.

Doch leider betrachten wir die Werke anderer nicht immer mit wohlwollenden Augen, sondern argwöhnisch, als stünden wir in Konkurrenz – David duChemin

Kunst, und so verstehe ich Fotografie, ist eben etwas höchst Subjektives und Persönliches.

 

Ich kann nicht überall sein, aber da wo ich bin, versuchen die Momente und Augenblicke einzufangen, wenn sie passieren und mit meiner Fotografie festzuhalten.

 

Aber was ist denn eigentlich mit der Krimitour?

Okay, dann jetzt zum wichtigen Teil!

Angefangen hat das Event um 12 Uhr im Norder Stadthotel “Smutje”.

Im Anschluss an eine sehr freundliche Begrüßung mit Aperitif: “Nörder Schluck” Sekt mit Sanddornlikör, und den ersten kurzen Gesprächen mit Klaus-Peter Wolf, folgt ein sehr leckeres Essen mit Vorsuppe. Als Dessert gibt es eine großzügige “Autogramm-Stunde” und viel Zeit für Fotos, sowie Präsente rund um die Kriminalromane. Das Vortragen einzelner Passagen der Krimis stimmt schon einmal auf die bevorstehende Tour durch die Norder Innenstadt ein.

(Bereits vor dem Treffen habe ich mir das Buch “Mein Ostfriesland” gekauft…schließlich brauche ich doch ein Autogramm!!)

Geführt wird die Krimitour von Marianne Rothensee und ihrer Tochter Susanne Roth, zwei sehr sympathische Damen, die auch immer wieder Erwähnung in den Romanen finden.

 

 

Der zweistündige Rundgang, bei sommerlichen Temperaturen wird an prominenten “Tatorten” durch Auszüge aus den Krimis vervollständigt. Eintauchen in die literarische Welt der Kriminalromane. Dazu gibt es den ein oder anderen Doornkaat, sowie brennend servierten Friesengeist vor dem Mittelhaus. Natürlich liegt auch das Polizeikommissariat Norden auf der Route, aber an dem heutigen Tag steht Ann Kathrin Klaasen nicht für ein Interview zur Verfügung…

Auf der Strecke wird Klaus-Peter Wolf natürlich immer wieder von Fans erkannt und er nimmt sich für jeden Zeit. Sehr sympathisch macht er den ersten Schritt, wenn die offensichtliche Verlegenheit bei seinem Gegenüber siegt. Einige kommen kurze Zeit später mit dem neuesten Exemplar “Ostfriesen Nacht” zur Gruppe zurück, um sich noch ein Autogramm zu holen. Gelassen kommt er dem Wunsch nach…inklusive Selfie!

Die Tour endet in der Osterstraße bei dem seit 1878 bestehenden Café ten Cate. Der Inhaber Jörg Tapper, selber immer wieder Protagonist in den Romanen, lässt es sich nehmen die Krimispezialitäten “Deichgraf” und “Marzipan Seehund” persönlich zur Verköstigung anzubieten. Sehr, sehr lecker!!

 

 

Insgesamt eine sehr gelungene Stadtführung und ein tolles Event, fernab von jeglicher Verkaufsveranstaltung.

Ich kann mich an dieser Stelle nur bei allen Beteiligten bedanken und würde mir wünschen, dass es weitere solcher Events in der Zukunft geben wird!! DANKE!

 


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