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Kurztrip Dresden – Workshop mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa

von Heiko
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Kurz vor meinem Geburtstag habe ich mir schon ein kleines Geschenk gemacht und einen Workshop bei Pavel Kaplun (Kreativstudio Pavel Kaplun) gebucht. Architektur- und Stadtfotografie in Dresden.

Da ich den beiden bei YouTube schon seit Jahren folge und dort immer wieder neue Impulse finde, musste ich einfach zuschlagen.

Der Workshop fand am 15. September 2018 mit 20 Teilnehmern statt.

Vorbereitung

Ich habe mir gedacht, warum nur für den einen Tag nach Dresden fahren, nutze doch einfach dieses ausnahmsweise freie Wochenende und bleibe gleich drei Tage da. Gedacht, getan und schnell ein Hotelzimmer im Motel One in der Neustadt reserviert. Da ich keine Lust habe die Strecke allein mit dem Auto zu fahren, kam mir der unschlagbare Tipp eines Kollegen gerade gelegen. Er hat mir empfohlen einfach die Super-Sparpreis-Angebote der Deutschen Bahn durchzusehen. Da der Workshop noch über einen Monat hin ist, bin ich dort auch sofort fündig geworden.

Natürlich sind die Abfahrtszeiten nicht gerade die beliebtesten, aber für knapp 70 Euro habe ich Tickets für die erste Klasse bekommen. Inklusive Sitzplatzreservierung! Was will man mehr?! Besser als über sechs Stunden allein im Auto sitzen, Wochenendverkehr, Baustellen und Staus, gestresst ankommen – und wieder zurück.

Ankunft Dresden

Um es nicht unnötig in die Länge zu ziehen, ich werde es genauso immer wieder machen.

Keine Pannen, keine Ausfälle, eine sehr entspannte Fahrt und auf die Minute pünktlich in Dresden-Neustadt.  Von dort direkt zum wenige hundert Meter entferntem Hotel gelaufen und ich konnte um 11:30 Uhr einchecken.

Kurz ins Hotelzimmer, bei Google-Maps orientieren und ab in die Altstadt. Vom Motel One sind es ungefähr 15 bis 20 entspannte Gehminuten. Meine Kamera habe ich bewusst im Hotel gelassen, ich will mich erst einmal in Ruhe umsehen.

Da ich bisher nicht in Dresden gewesen bin, hat mich diese kulturelle Vielfalt fast erschlagen. Gut, die unzähligen Baustellen und Baukräne auch. Mir war recht schnell klar, dass es hier nicht leicht sein würde, nicht nur Touri-Fotos zu schießen. Meine Zuversicht liegt aber auf dem Workshop am folgenden Tag.

Was soll man über diese unglaublich beeindruckende Stadt sagen? In einem Wort? Sehenswert!!

Ein “Überangebot” an Architektur, Kultur, Vielfältigkeit. Ich möchte keine historische Abhandlung halten, weshalb ich an dieser Stelle auf Wikipedia verweise, mir geht es bei solchen Reisen und Kurztrips ums Fotografieren.

Mit dem Handy habe ich darum die ersten Aufnahmen gemacht…leider hat mich mein nun schon älteres iPhone 6 nach einer guten Stunde im Stich gelassen…30 Prozent Akkuleistung -10 Prozent – aus! Scheinbar werden sich unsere Wege bald trennen müssen.

Also genießen, Cappuccino auf den Brühlschen Terrassen und den Tag langsam ausklingen lassen.

Zurück im Hotel muss ich leider feststellen, dass es nur ein paar wenige Snacks gibt. Allerdings: im unmittelbaren Nahbereich sollte jeder kulinarisch fündig werden. Von gutbürgerlich bis afrikanisch ist alles in der nächsten Straße zu finden. Meine Entscheidung fällt auf “Tapas Tapas” in der Königstraße 3, dazu einen Rotwein…oder zwei?

Ein sehr schönes, kleines Restaurant, in einer Innenhofgasse gelegen, mit sehr herzlichem und freundlichem Personal. An dieser Stelle: Vielen Dank für den kulinarischen Abend mit sehr leckeren Tapas!

Workshop Samstag

Am Samstag ging es dann um 12 Uhr endlich los. Treffen mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa am Haupteingang der Frauenkirche. Die letzten Infos zum Workshop gab es am Montag vorher per E-Mail.

Nach einer kurzen, sehr freundlichen Begrüßung, welche durch massives Glockengeläute unterbrochen wurde, gab es eine schnelle Aufteilung in zwei Gruppen.

Workshop Dresden Pavel Kaplun Miho Birimisa 3

Pavel Kaplun (li.) und Miho Birimisa (re.) am Treffpunkt: Frauenkirche Dresden

 

Workshop Teil 1 – Miho

Ich bin in der ersten Runde mit Miho und elf weiteren Teilnehmern gestartet. Wer die beiden ebenfalls auf YouTube verfolgt, weiß, dass es nicht um typische Postkarten-Fotos geht, sondern um Kunst aus Fotografie.

Bereits an der Frauenkirche haben wir unterschiedliche Blickwinkel gezeigt bekommen, Bildwirkung durch führende Linien, Eckenläufer und Farbwirkung, Spiegelungen auf Auto Frontscheiben. Hier kam insbesondere das Weitwinkelobjektiv zum Einsatz. Miho hat geduldig alle Fragen beantwortet, ein paar Späße gemacht und sich für jeden Zeit genommen, Aufnahmen zeigen lassen. Ein sehr sympathischer, aufgeschlossener “Typ” – “Macht das Foto! Es wird euch gefallen!” war dabei seine Ansage und damit hat er natürlich Recht.

Vermutlich hätten wir noch Stunden an der Frauenkirche verbringen können und ihm wäre immer wieder etwas Neues ins Auge gefallen. Leider war dafür nicht die Zeit und wir sind noch ein Stück weiter gezogen. Die Zeit verging dabei sehr schnell und nach gut zwei Stunden gab es die erste Pause zur freien Verfügung.

Für mich: alkoholfreies Weizen direkt an der Frauenkirche und andere Touristen beobachten.

Workshop-Dresden-Pavel-Kaplun-Miho-Birimisa-1

Miho zeigt und erklärt sein Foto: Georg-Treu-Platz, Treppe zum Brühlschen Garten

 

Workshop Teil 2 – Pavel

In der zweiten Runde ging es dann mit Pavel durch Dresden. Mit einem Lächeln hat er uns nach der ersten Runde befragt und ob wir es überhaupt weiter geschafft haben, als bis zum Nebeneingang der Frauenkirche. “Zwei Stunden auf zehn Quadratmetern mit Miho” war sein Urteil. “Richtig!” war mein Gedanke – “…richtig gut und inspirierend”. Ich mag es, Dingen die Aufmerksamkeit, die sie verdienen und Miho schafft genau das in einer ruhigen und kreativen Art! DANKE!!

Aber zurück: Sehenswürdigkeiten fotografieren, aber nicht wie der Rest aller Touristen, sondern “Kaplun-Style”!

Perspektivwechsel. Verändere deinen Blickwinkel und die Position, aus der du fotografierst, verschiebe den Bildausschnitt. Pavel hat nicht nur gezeigt, wie es möglich ist ansprechende Fotos mit Wirkung zu machen, sondern auch Tipps für die Bildbearbeitung gegeben. Worauf sollte man achten, wenn Objekte im Bild platziert werden, achte auf den Hintergrund, quetsche Gegenstände nicht an den Bildrand.

Ich habe dabei gemerkt, dass ich häufig fotografiere, ohne mir den Bildausschnitt auch bis ins Detail im Live-View anzusehen und was passiert, wenn man die Position nur ein klein wenig verändert. Ich muss sagen, ich habe allein in diesen wenigen Stunden mein “fotografisches Auge” deutlich geschärft.

Nach Stallhof, Residenzschloss, Grünes Gewölbe und Zwinger mit vielen Tipps und Tricks gab es dann die zweite Pause.

Diesmal für mich: Burger im “Enchilada” und alkoholfreies Weizen. Touristen? Sind weniger geworden, da es mittlerweile 17 Uhr ist.

Workshop-Dresden-Pavel-Kaplun-Miho-Birimisa-2

Pavel zeigt seine Aufnahme und gibt Tipps zu Bildausschnitt und Bildbearbeitung: Stallhof

 

Workshop Teil 3 – Blaue Stunde, Lichter der Stadt

Um 18:30 Uhr trifft sich die ganze Gruppe wieder bei der Frauenkirche und es geht auf die andere Elbeseite. Ans Wasser, Spiegelungen und den Sonnenuntergang einfangen, welcher sich langsam hinter der Stadt in einem tollen Panorama erstreckt.

Für das beste Foto stehen Pavel und Miho natürlich auch hier zur Seite und beantworten alle Fragen der Teilnehmer. Ich kann empfehlen: schlepp das lästige Stativ mit. Ich hatte lediglich ein kleines Reisestativ dabei, mit welchem ich mich ungefähr 30 Zentimeter oberhalb des Wasserspiegels bewegt habe…nicht ganz ideal, aber zum Glück gibt es nichts, was die Sicht beeinträchtigt, aber für schöne Spiegelungen einfach zu tief.

In der Vorab-E-Mail gab es einen deutlichen Hinweis, aber aus Bequemlichkeit ist der Dreibeiner in der Heimat geblieben. Nimm das Ding mit!!

Wir haben dann noch einmal den Standort gewechselt, bis der Kontrast zwischen Dunkelheit und Beleuchtung zu stark wird und sich der Workshop gegen 21 Uhr dem Ende zuneigt. Natürlich ist es jedem selbst überlassen am Elbeufer noch ein paar Aufnahmen zu machen. Mit vielen freundlichen Worten, ein paar Vorankündigungen und Späßchen, verabschieden sich die Beiden von der Gruppe. Begleitet werden die Schlussworte von einem Feuerwerk – Zufall?? Ich weiß es nicht, aber absolut passend.

Workshop Teil 4 – Fazit

Machen!! Ich kann es nur empfehlen. Es hat Spaß gemacht Miho und Pavel persönlich (so gut es geht) kennen zu lernen. Tipps und Ratschläge zu bekommen, die eigene Wahrnehmung zu verbessern. Allein der positive Impuls, den man bekommt und die Begeisterung der beiden für Fotografie, Bildbearbeitung und Kunst ist sein Geld wert!!

“Macht schöne Fotos, auch für Oma!” – Pavel Kaplun

Mit zwei Gläsern Rotwein in der gemütlichen Hotelbar des Motel One und einer ersten Auswertung der Foto-Beute geht auch dieser Tag zu Ende.

Motel One Dresden Neustadt Palaisplatz Bar Lounge

Modernes, gemütliches Ambiente in der Bar des Motel One Neustadt am Palaisplatz

 

Der Tag danach

Ich habe mich bewusst dafür entschieden am Sonntag erst um 19:30 Uhr den Zug zurück nach Oldenburg zu nehmen, auch wenn das bedeutet: Ankunft Bahnhof Oldenburg 01:30 Uhr.

Ich nutze also den Tag um auszuschlafen und Dresden nochmals auf eigene Faust zu erkunden. An den Spots vom Vortag mache ich nochmal Fotos, lasse mir Zeit, warte bis Besuchergruppen aus dem Bild sind und sehe mir Details in Ruhe an. Natürlich entstehen dabei auch ein paar typische Urlaubsfotos, aber das macht nichts.

Schlussendlich muss ich sagen, dass ich in den drei Tagen weniger Fotos gemacht habe, als gedacht. Dafür aber viel bewusster und mit einer klaren Zielrichtung.

Es hat einfach Spaß gemacht und ich bin dankbar für drei schöne, sonnige Tage in Sachsens Hauptstadt!

Die neuesten Bilder aus Dresden findest du bei Instagram.

Was habe ich gelernt?

In kurzen Stichpunkten:

  • Geh spazieren
  • Sei spontan
  • Suche dir markante Details
  • Nutze leichte Ausrüstung
  • Zoom-Objektiv ist nicht nötig, geht einfach einen Schritt näher ran
  • Hab Achtung und Respekt vor den Menschen, nimm Kontakt auf, bevor du ein Foto machst
  • Spiele mit Licht und Schatten (nutze das Morgen- oder Abendlicht)

 

Ich hoffe, dass mein Beitrag dir einen kleinen Einblick gewähren konnte. Wenn du Fragen hast, kontaktiere mich einfach.

In diesem Sinne, beste Grüße und schön, dasss du dir die Zeit genommen hast!! Danke!

PS: Ich kann dir die Workshops von und mit Pavel Kaplun und Miho Birimisa nur empfehlen. Schau immer mal im Shop vorbei, vielleicht ist ja auch was für dich dabei!

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